Gründe gegen Rauchen
96% aller Raucher wollen aufhören. In der Regel geben die Raucher gesundheitliche Gründe für den Wunsch nach Beendigung des Rauchens an. Aber lediglich bei einem Drittel der Raucher führen die Bemühungen auch zur ersehnten Rauchfreiheit. Zwei Drittel aller Raucher haben mindestens schon einmal versucht, das Rauchen aufzugeben. Etwa 28% haben sogar drei oder mehr erfolglose Versuche hinter sich. Schuld daran ist die extreme Hartnäckigkeit der Tabaksucht, die Raucher oft noch nach Jahren der Abstinenz wieder rückfällig werden lässt.
Die Gesundheit

Dass Rauchen schädlich ist, müssen wir Ihnen wahrscheinlich nicht erklären. Das steht mittlerweile auf jeder Verpackung in großen Lettern. Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind sehr vielfältig, so dass wir an dieser Stelle nicht im Detail darauf eingehen möchten. Ganz vereinfacht gesagt sind es aber zwei wesentliche Faktoren, die für die Schädigung der Gesundheit verantwortlich sind: das enthaltene Nikotin und die Verbrennung von Tabak, die zur Entstehung und Freisetzung einer unglaublichen Vielzahl schädlicher Stoffe im Körper führt, angefangen beim Teer über das Kohlenmonoxid bis zu Chrom, Benzol, Arsen, Blei, radioaktives Pollonium, Blausäure, Stickoxide und Dioxin.
Wir können Ihnen die Internetseite www.lungenaerzte-im-netz.de sehr empfehlen. Hier wird von unabhängigen Lungen-Fachärzten unaufgeregt und sachlich fundiert erklärt, welche Inhaltsstoffe im Tabakrauch freigesetzt werden und welche gesundheitlichen Folgen mit dem Rauchen verbunden sein können.
Warum Anfangen so einfach und Aufhören so schwierig ist

Nikotin ist eine der am schnellsten abhängig machenden Substanzen überhaupt. Laut www.lungenaerzte-im-netz.de hat es ein ähnlich hohes Suchtpotential wie Kokain oder Morphin. Bereits nach einer einzigen Zigarette kann sich körperliche Abhängigkeit einstellen.
Nikotin wirkt stark stimulierend auf das zentrale Nervensystem. Es macht körperlich, vor allen Dingen aber psychisch abhängig. Die körperliche Abhängigkeit vom Nikotin ist bei einer Rauchentwöhnung meist nach wenigen Tagen überwunden. Wesentlich nachhaltiger wirkt aber die psychische Abhängigkeit.
Das Nikotin fördert im Belohnungssystem des Gehirns die Ausschüttung derselben Substanzen, die der Körper normalerweise bei für Menschen existenziell notwendige Tätigkeiten wie Essen, Trinken oder Sex freisetzt. Wer ordentlich gegessen oder guten Sex hatte, hat vereinfacht dargestellt etwas für sein Wohlbefinden und das Fortbestehen seiner Art getan. Das belohnt das Gehirn mit der Ausschüttung eines Cocktails an Stoffen, die glücklich und zufrieden machen. Die Wirkungsweise des Nikotins auf das zentrale Nervensystem ist sehr ähnlich, nur dass das Nikotin fatalerweise eine Vielzahl gesundheitlicher Risiken mit sich bringt.
Die empfundene Zufriedenheit beim Rauchen wird zusätzlich verstärkt durch den für Menschen sehr sensiblen oralen Reiz. Schon Babys lernen, dass das Nuckeln an der Mutterbrust oder der Flasche satt und zufrieden macht. Später stellen sich diese positiven Gefühle beim Nuckeln an der Zigarette wieder ein. Gesundheitsgefährdendes Rauchen wird vom Gehirn ähnlich positiv bewertet wie lebensnotwendiges Essen, weil der orale Reiz im Gehirn positiv besetzt ist.
Sie wollen eine Zigarette in Händen halten?
Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster können bei der Rauchentwöhnung unterstützen, weil sie helfen, den Körper zu Beginn der Entwöhnung mit der fehlenden Nikotindosis zu versorgen. Sie haben jedoch einen wesentlichen Nachteil: den erlernten Belohnungsmechanismus, eine Zigarette in Händen zu halten, daran zu ziehen und die sich daraufhin einstellende Zufriedenheit, können sie nicht bedienen.
Diplom Psychologe Andreas F. Thull, der sich in seiner psychotherapeutischen Praxis mit dem Thema Suchtprävention und Suchterkrankungen beschäftigt, hat schon viele Suchtpatienten betreut. Er erklärt das Phänomen so: „Sie werden kaum einen ehemaligen Raucher finden, der nach einen guten Essen oder nach einer tollen Liebesnacht sagt: Wow, jetzt noch ein Nikotinpflaster, dann wär´s der perfekte Abend. Die ehemaligen Raucher kennen alle das Bedürfnis, sich eine Zigarette anzünden zu wollen. Wer diesem Wunsch nur ein einziges Mal nachgibt, hat meistens schon verloren. Das komplette, mühsam abgewöhnte Belohnungsschema ist sofort wieder da in seiner ganzen Kraft. Und natürlich auch inklusive aller schädlichen Wirkungen.“
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